Das Autonome Schwulenreferat im AStA FU

Wer sind wir?

Das Schwulenreferat im AStA der FU ist die politische Interessenvertretung der schwulen, bisexuellen, trans* und queeren Studierenden dieser Uni. Jedes Jahr organisieren wir die Schwule Vollversammlung. Wir laden alle trans*, schwulen, bisexuellen, queeren Studierenden ein dort ihre Referent*innen zu wählen.

Wir organisieren Veranstaltungen
- Vorlesungen oder Workshops mit SBTIQ Thema
- Szenebummel (vor allem bei Erstis beliebt!)
- queere Filmabende (Paris is Burning?)

In den Beratungszeiten bieten wir:
- Informationen zum Leben in der nicht-heteronormativen Community
- eine kleine, aber feine Bibliothek 
- Falls ihr diskriminiert werdet und Hilfe möchtet, eine erste Anlaufstelle. Wir helfen Euch weiter!
- Informationen zu Transition

Außerdem bieten wir wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen, Doktorand_innen, Studierenden ein Archiv verschiedener schwuler Publikationen (teilweise mehr als 30 Jahre alt!).
Bitte wendet Euch an uns, und wir finden einen Termin! Oder kommt einfach so auf einen Plausch vorbei, wir haben Kaffee! 

Viele Schwule und Bisexuelle erleben Zwangsheterosexualität in und außerhalb der Uni. Dazu kommen homofeindliche Anfeindungen oder Gewalt. Uns ist klar, dass es innerhalb der schwulen Szene auch Diskriminierung gibt. Das Schwulenreferat beachtet und bekämpft diese sexistischen, homofeindlichen und rassistischen Grundstrukturen und arbeitet daran in der Uni und im Referat selbst.

 

What or who is the Schwulenreferat?

The gay students department (Schwulenreferat) in the student government (AStA) of the Freie Unversität is responsible for the political representation of gay, bisexual, trans*, inter* and queer students. Every year we host a meeting of all gay, bisexual, trans*, inter* and queer students, also called "Schwule Vollversammlung". We want to invite all trans*, gay, bisexual, queer students to vote for their "Referent" there.

We organize events:

  • lectures or workshops concerning GBTIQ issues
  • pub crawls (especially popular among newcomers!)
  • queer movie nights (Paris is Burning?)

During our opening hours (see below) we offer:

  • information about living in a non-heteronormative community in Berlin
  • a lovely little library
  • In case you are discriminated against and want support, we are here for you.
  • if you need information concerning transition

Additionally, our archive of gay publications is open to researchers, PhD students and students for research. Please get in touch, and we will schedule an appointment.

Please feel free to just drop by - we have coffee!

Many gays and bisexuals experience compulsory heterosexuality at university and outside of it. In addition to this, many must endure homophobic slurs and violence. It is clear to us that within the gay community there are all sorts of discrimination. The Schwulenreferat pays attention to and tries to fight sexist, homophobic and racist structures. We are working at it at university and our department itself.

 

Please get in contact!/So erreichst Du uns.

Ruf uns an, schreib uns eine Email, falls Du Beratung, Unterstützung oder Informationen zum queeren Leben möchtest. Wir danken Dir für Deine mögliche Unterstützung, Anregungen oder Kritik.

Please reach out to us if you would like to get counselling, support or just some advice on queer life. Want to get involved or share your thoughts or criticism? You can reach us under:

Mail: schwule {at} astafu.de
Tel: +49 (0)30. 83 90 91-18
Facebook: Schwulenreferat im AStA FU
Gayromeo: FU_Berlin
Beratungszeiten: Siehe "kurz und wichtig" auf der Startseite!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Den schwulen Tod verpasst: Das Referat mit Ü-30

Im Sommersemester 2011 jährte sich zum 30. Mal die Gründung des FU-Schwulenreferats. 1981 steckte die zweite deutsche Schwulenbewegung in ihren Jugendjahren. Die Aufbruchstimmung der 70er sah sich nach der konservativen Wende durch die Notwendigkeit verdrängt, das Erreichte gegen einen zunehmenden Druck zu erhalten. Dabei sollten Schwulenreferate an den Universitäten eine nicht unbedeutende Rolle spielen. Das erste von ihnen in der Bundesrepublik war das im AStA der FU.

Begründet vom Arbeitskreis Homosexualität der "Aktionsgemeinschaft der Demokraten und Sozialisten" (ADS), wurde dem Schwulenreferat die Aufgabe zuteil, Hilfestellung für schwule Studierende zu leisten. Das vor allem für Neuberliner und Schwule im Coming-out belastende Doppelleben zwischen dem subkulturellen Ghetto und der heterosexuellen Uniwelt sollte, wie das im Jahrzehnt zuvor gesamtgesellschaftlich mit der neuen Schwulenbewegung begonnen wurde, kollektiv überwunden werden. Es ging schlicht um das Recht, sich nicht verbergen zu müssen. Das Schwulenreferat mit Treffs, Feten und Infos wurde als ein erster Schritt in diese Richtung angesehen. Über diese klientelbezogene Arbeit hinaus wollte man der Diskriminierung von Homosexualität in Wissenschaft und Medien entgegentreten.

Vieles von dem, was am Beginn der Referatsarbeit stand, hat nichts von seiner Aktualität verloren. Teils weil es, wie das Bestreben, die Vereinzelung an der Massenuniversität zu überwinden, jedes Semester von neuem wichtig ist, teils weil sich dem gesteckten Ziel bisher nur wenig angenähert werden konnte. Dies gilt im Besonderen für die Forderung, die heteronormative Dominanz in den Wissenschaften zu brechen, wenn auch an einzelnen Fachbereichen Veranstaltungen zu lesbisch-schwulen und transgender Themen vielleicht weniger schockierend geworden sind. Sie sind aber nach wie vor erschreckend selten.

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The Schwulenreferat at FU Berlin is the oldest, still-existing Schwulenreferat in the Federal Republic of Germany. It was founded in 1981 to oppose a wave of reactionary conservativism at FU following the social changes in the 1970s. Our founding principle that gays and other queers should not have to hide in the heteronormative world of university is still relevant today. Although LGBTQ topics are no longer taboo at university, they remain shockingly rare. Moreover, it remains difficult for students new to Berlin or freshly out of the closet to find safe spaces at FU or in Berlin.


No Girls Allowed?
Wieso zwei Referate für sexuelle Minderheiten? / Why two Referate for sexual minorities?

Das Schwulenreferat und das LesBiTransInterA-Referat wurden zu unterschiedlichen Zeiten gegründet, zudem es keine einheitliche Bewegung für Homosexuelle gab. Unsere Referate sind alliert, verwandt und arbeiten zusammen. Wir teilen auch die Mehrheit unserer politischen Zielen. Wir bleiben aber aus folgenden Gründen getrennt:

Erstens, wir erkennen, dass es auch Sexismus innerhalb der queeren (LSBTIA) Szene gibt, auch innerhalb des Schwulenreferates. Es müssen sichere Orte (safespaces) für Frauen/Lesben/Inter*/Trans* (FLIT*) Personen geben. Das LesBiTransInterA-Referat und das Frauenreferat sind FLIT safespaces, die wir durch eine personelle und raumliche Trennung der Referaten respektieren.

Zweitens, haben wiederum Männer, die Sex mit Männer haben, wie auch sich nicht geschlechterkonform verhaltende Männer und Queers (z. B. Crossdresser, sissy boys, Tunten), Themen, Inhalte und Probleme, die für uns einen besonderen Schwerpunkt bilden. HIV/AIDS ist nur das Offensichlichste.

Drittens und letztens, haben zwei Referate doppelt so viel Zugang zu Räumlichkeiten, Personal, Geld und Material wie eins.
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The Schwulenreferat and the LesBiTransInterA-Referat were founded at different times. In the 1980s, there was no unified movement for homosexuals. Our Referate are allies, and we work together. We also share most of the same political goals. We remain seperate for the following reasons:

First, we recognize that there is sexism within the queer (LGBTIA) scene and within the Schwulenreferat. Safespaces for women, lesbians, trans* and inter* are necessary. The LesBiTransInterA-Referat and the Frauenreferat are safespaces that we respect with a seperation of the Referate in terms of spaces and personnel.

Secondly, men who have sex with men, and men who do not behave in conformity with their gender (e.g. crossdresser, sissies, drag queens) have issues and problems that are especially important to us. HIV/AIDS is just the most apparent of these.

Thirdly and lastly, two Referate have more access to spaces, personnel, money and material than one.

 

Kontakt / Contact us

Für Unterstützung, Anregungen und Kritik sind wir jederzeit dankbar. Ihr erreicht uns telefonisch und im Internet über:

Want to get involved or share your thoughts or criticism? We are available under:

Mail: schwule {at} astafu.de
Tel: +49 (0)30. 83 90 91-18
Facebook: Schwulenreferat im AStA FU
Gayromeo: FU_Berlin
Beratungszeiten: Montag/Monday, 12-14; Mittwoch/Wednesday, 12-14

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anschrift:
AStA FU Berlin
Otto-von-Simson-Str. 23
14195 Berlin

Telefon:
+49 (0)30 83 90 91-0
Fax:
+49 (0)30 83 14 53 6

E-Mail:
info [at] astafu [dot] de (info (at) astafu.de)

Öffnungszeiten:
Mo-Fr: 10-18 Uhr
in den Semesterferien:
Mo-Do: 11-16 Uhr
Fr: 13-18 Uhr