Das Hochschulpolitische Referat

Die beiden Referate für Hochschulpolitik (HoPo) und für Lehre und Studium (LuSt) arbeiten eng zusammen und haben deswegen ein gemeinsame Beschreibung.

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"Die gesamtstrategische Steuerung [der Universität] muss in die Hände der Hochschulleitung, also der Dekanate und Präsidien gebracht werden. [...] Kein Mensch käme auf die Idee, die Bereichsleiter bei Mercedes durch den Wirtschaftsminister oder die Belegschaft auswählen zu lassen."

Dieter Lenzen, FU-Präsident 2003-2010, Tagesspiegel 12.9.2005, S.25


Unternehmisierung der Hochschule – dafür steht dieses Zitat wie kein anderes. Dieser neoliberale Strukturwandel, der sich nun schon seit zwei Jahrzehnten durch die Berliner Hochschullandschaft und insbesondere durch die Freie Universität zieht, hat viele politische Folgen: Während sich das autonome Hochschulpräsidium mehr und mehr selbst ermächtigt, werden akademische Gremien wie Fachbereichsräte oder der Akademische Senat weitestgehend entmachtet und verkommen zum Marionettentheater eines autokratischen Regimes, das mit allen Mitteln dazu bereit ist, seine Interessen durchzusetzen. Diese sind ganz klar die Kommerzialisierung sowie Elitarisierung von Lehre und Studium, Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse und das Unterbinden jeglicher kritischer Lehre und Forschung. Dabei werden politisch unangenehme Gegenspieler*innen mit eiskaltem Kalkül aus der Hochschule entfernt oder gar nicht erst zugelassen, und politisches Engagement wie z.B. studentische Partizipation weitestgehend unterdrückt.

Das Hochschulpolitische Referat des AStA FU setzt sich gegen den Abbau der letzten Reste von Demokratie und studentischer Beteiligungsmöglichkeit ein und steht für ein selbstbestimmtes Studium frei von wirtschaftlichen Zwängen. Hochschulbildung muss ein öffentliches Gut sein, zu dem alle Menschen ohne Beschränkung und Kosten Zugang haben sollten. Verschärfte Zulassungsbedingungen, Hochschulgebühren jeglicher Art und digitalisierte Zwangskontrolle lehnen wir deshalb ab.

Der Fokus der hochschulpolitischen Arbeit unseres Referats liegt demnach auf der
Offenlegung, Politisierung und Skandalisierung von Unrecht gegenüber Studierenden. Studentische Initiativen, die für den Erhalt ebendieser Rechte kämpfen, unterstützen wir u.a. in den akademischen Gremien durch den AStA-Sitz sowie durch unsere eigenen Strukturen. Darüber hinaus beteiligen wir uns an der landesweiten hochschulpolitischen Vernetzung zur Vertretung von studentischen Interessen (LandesAstenKonferenz) beispielsweise gegen den Senat. Das Hochschulpolitische Referat versteht sich außerdem als Anlaufstelle für Studierende, die Ideen und Alternativen für eine emanzipatorische Hochschule haben und suchen.


"Natürlich können sie [die Studierenden] sagen, dass sie gern gelebt haben, weil sie Freunde und Kinder haben und Spaß gehabt haben. Aber um ein wirklich erfülltes und befriedigendes Leben geführt zu haben, sollten sie Probleme erkannt und dazu beigetragen haben, diese zu beseitigen. Wenn sie mit 80 Jahren nicht zurückblicken und sagen können: 'Ich habe etwas erreicht!', dann ist ihnen ihr Leben nicht gelungen."

Noam Chomsky, Professor für Linguistik am MIT. ZEIT Campus Nr. 4/2011.

Emailadresse: hochschulpolitik [at] astafu [dot] de (hochschulpolitik (at) astafu.de)


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