Studierendenparlament der FU Berlin bekräftigt einstimmig Kritik HU-Studierender am Umgang mit der Causa Münkler

AStA FU

Anlässlich der seitens Studierender der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) geäußerten Kritik am Politikwissenschaftler Prof. Herfried Münkler, der von ihm ausgehenden kritikwürdigen Positionen und Verflechtungen mit Politik, Militär und Medien sowie der an die Kritik anschließenden unrühmlichen medialen Kampagne gegen Studierende der HU hat das 34. Studierendenparlament der FU Berlin auf seiner Sitzung am 02.07.2015 einstimmig eine Resolution verabschiedet, in der es sich mit den betroffenen Studierenden der HU solidarisch erklärt und die vorgebrachte Kritik an Münklers Wirken unterstreicht. Der AStA FU schließt sich dieser Positionierung an und kritisiert insbesondere auch den repressiven und inakzeptablen Umgang der HU mit der vorgebrachten Kritik bzw. den Kritiker*innen.

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Das Studierendenparlament der Freien Universität Berlin solidarisiert sich mit der unten zitierten Resolution des Studierendenparlaments der Humboldt Universität Berlin, veröffentlicht am 17.06.2015, und spricht sich insbesondere für die Möglichkeit und den zentralen Stellenwert der freien und anonymen Meinungsäußerung aus.

"Resolution des StuPa der HU Berlin

Das Studierendenparlament der Humboldt-Universität zu Berlin missbilligt den sogenannten Aufruf "zu offenem und fairem Dialog" der Universitätsleitung vom 11.05.2015, die (undatierte) sogenannte Stellungnahme des Instituts für Geschichtswissenschaften und die sogenannte Stellungnahme der Professor_innen des Instituts für Sozialwissenschaften vom 28.05.2015 und stellt klar, dass gerade die jüngsten Darstellungen der Herren* Münkler und Baberowski keine Fairness an den Tag legen, sondern die Herrschaftsverhältnisse und Machtdynamiken im universitären Betrieb verfestigen. Die Situation, dass die Ansichten gerade dieser beiden Lehrenden als die einzig zu betrachtenden dargestellt werden, ist eben nicht der von der Universitätsleitung behauptete angstlose und freie wissenschaftliche Austausch. Sie zwingt Teilnehmende der Lehrveranstaltung in die (übrigens grundsätzlich anzustrebende) Anonymität, um Benachteiligungen u.a. in Prüfungen zu entgehen.

Die Verfasser_innen zeigen mit ihrem Aufruf großes Unverständnis politischer Debatten oder alternativ ausgeprägte Ignoranz, wenn sie die aktuelle Thematisierung von Münklers politischen Ansichten mit dem Anlass ihrer im Dezember 2014 veröffentlichten Erklärung vergleicht.

Das Studierendenparlement fordert dazu auf, sich politisch zu äußern, Herrschaft zu hinterfragen und vor allem in Bezug auf die Lehrinhalte an einer Universität Tendenzen der Verharmlosung der menschenverachtenden deutschen Geschichte entgegenzutreten.

(Quelle: http://www.refrat.de/article/StuPa_Stellungnahme.html?1434727732)"

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