Stellungnahme zur Nichteinrichtung des Referats für internationale Studierende

AStA FU

(English version below)

Aufgrund von Berichten über massive Verstöße gegen die in der Wahlordnung festgeschriebenen Wahlgrundsätze hat das Studierendenparlament in seiner Sitzung vom 30. April 2013 die Wahl neuer Referent_innen auf der Vollversammlung der internationalen Studierenden nicht bestätigt.

Folgende Verstöße wurden dem Studierendenparlament von mehreren Teilnehmer_innen der Vollversammlung dargelegt:
 

  1. Die Vollversammlung wurde lediglich zwei Tage zuvor und mit einer unvollständigen Raumangabe (KL 135 statt KL 29/135) angekündigt. Zudem erfolgte die Ankündigung nur in deutscher Sprache.
     
  2. Die Wahl der drei Referent_innen für internationale Studierende wurde von einem der Kandidaten geleitet, der auch die Auszählung der Stimmen durchführt.
     
  3. Möglicherweise haben Personen, die nicht an der FU studieren, an der Wahl teilgenommen. Eine Überprüfung der Studierendenausweise zum Nachweis der Wahlberechtigung wurde explizit abgelehnt, obwohl Teilnehmer_innen der Vollversammlung dies forderten.

Die Organisation einer Vollversammlung und die Abhaltung einer demokratischen Wahl gehört zu den Kernaufgaben des Referats für internationale Studierende. Daher hat das Studierendenparlament den bisherigen Referent_innen sein Misstrauen ausgesprochen und das Referat vorrübergehend nicht eingerichtet, d.h. keine neuen Referent_innen gewählt. Um eine demokratische Wahl der Vertretung internationaler Studierender an der FU gewährleisten zu können, hat das Studierendenparlament weiterhin eine Interims-Kommission gebildet. Die Kommission ist ausschließlich mit internationalen Studierenden besetzt und hat die Aufgabe, schnellstmöglich eine neue Vollversammlung zu organisieren. Diese Entscheidung erging einstimmig ohne Enthaltung. Die Wahl der Kommissionsmitglieder erfolgte ebenfalls einstimmig, jedoch bei zwei Enthaltungen. Nach der Vollversammlung wird das Studierendenparlament das Referat für internationale Studierende in der von der Vollversammlung gewählten Besetzung bestätigen. Das Referat kann dann wie gewohnt weiterarbeiten.
 

English version

Due to reports of severe violations of the electoral code at the general plenum of international students, the student parliament has not confirmed the election of new international student representatives.

The following violations were presented by participants at the general plenum of international students:

  1. The general plenum was announced only two days in advance and with an incomplete room number (KL 135 rather than KL29/135). Furthermore, the announcement was only in German.
     
  2. The general plenum for the election of international student representatives was moderated by a candidate. This candidate also took part in the counting of ballots.
     
  3. Persons who do not study at FU Berlin may have taken part in the election. Student ID was not shown and was explicitly rejected by the moderation, although participants in the general plenum asked that they be shown.

The organisation of a general plenum and holding of a democratic election are part of the basic tasks of the student government department for international students (Referat für internationale Studierende). For this reason, the student parliament passed a vote of no-confidence in the current international student representatives (Referent_innen für internationale Studierende). In order to ensure that new international student representatives are democratically elected in accordance with the student parliament's electoral code, the student parliament has formed an interim commission. Only international students and/or students of color are members of this commission, which has the sole task of organizing a new general plenum as quickly as possible. This decision was met unanimously without abstention. The commission was also elected unanimously, with two abstentions. Following the general plenum of international students, the student parliament will confirm the new international student representatives. The department will then continuing functioning as before.

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