Die Freie Universität Berlin berät Studienbewerber_Innen mit psychiatrischer Diagnose falsch!

12 Nov

Die Enthinderungsberatung des AStA FU warnt Studierende vor Falschinformationen durch die Verwaltung und die Studienberatung der Universität bezüglich ihrer Rechte aufgrund Behinderung, chronischer Krankheit und psychiatrischer Beeinträchtigung. Aktuell ist die Studienbewerbung einer Interessentin sogar gescheitert, da sie wiederholt wenigstens mangelhaft beraten wurde und ihr keine, bzw. falsche Informationen für ihre Suche, eine_n Ansprechpartner_In zu finden, gegeben wurden.

Seit Jahren beobachten wir, dass die Universität spezifisch, was die Rechte Studierender mit Behinderung, chronischer Erkrankung und psychiatrischer Diagnose angeht, sowohl eine mangelnde Bewusstseinsbildung als auch mangelnde Kenntnisse über den eigenen Verwaltungsbetrieb und das eigenen Personal aufweist. Die Konsequenzen sind für die Betroffenen katastrophal: von abgelehnten Bewerbungen, über diskriminierende Studienbedingungen bis hin zur Exmatrikulation aufgrund nicht gewährter Nachteilausgleiche bei letztmaligem Prüfungsversuch“, berichtet die Enthinderungsberaterin des AStA FU.

Die Universität stellt Studieninteressierten und Studierenden grundsätzlich die Hilfe der Beratung für Studierende mit Behinderungen und mit chronischen Erkrankungen zur Verfügung. Diese ist dafür zuständig, die Studierenden bei der Zusammenstellung notwendiger Unterlagen für u. a. Sonder-, Härtefall- und Nachteilausgleichanträgen zu beraten und zu unterstützen.

Doch werden hierbei Personen mit psychiatrisch diagnostizierten Beeinträchtigungen nicht explizit als Zielgruppen genannt. Dies stellt eine erste Hinderung der Inklusion Betroffener dar. Uns ist bekannt, dass Mitarbeiter_Innen des Info-Service nichts von dieser Beratung wissen, als dass sie auch Studierende/Studieninteressierte an die psychologische Beratung verweisen, welche eigentlich für Anträge an die Hochschulverwaltung gar nicht zuständig ist. Die Anträge, die schwerer zusammenzustellen sind, als es auf den ersten Blick erscheinen mag, verwandeln sich allzu oft in einen Spießrutenlauf für die Betroffenen, vor allem für Neudiagnostizierte“, bedauert die Enthinderungsberaterin des AStA Fu weiterhin.

Das Sozialreferat des AStA FU fordert:

  • den Namen der Beratungsstelle zu ändern, um die Studierenden und Studieninteressierten mit psychiatrischer Diagnose endlich miteinzuschließen

  • auf dem Merkblatt für Sonderanträge auf Ansprechpartner_Innen bzw. Berater_Innen zu verweisen, die sich hiermit genau auskennen und die Studieninteressierten ausreichend begleiten können

  • dass die Universität sowohl die Ausbildung ihres Personals als auch ihre Kommunikation zu dem Thema radikal verbessert.

  • Dass jedes Studien- und Prüfungsbüro systematisch die Studierenden über Nachteilausgleiche und ihre Beantragung informiert.

  • Die Ausfinanzierung einer vollen Stelle der Beratung der Univerwaltung für Studieninteressierte, - bewerber_Innen und immatrikulierte Studierende mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen und psychiatrischen Diagnosen.

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