Das Präsidium der FU Berlin untersagt Einladung zu studentischen Festival gegen Rassismus

Vom 12.-14.6. findet an der Freien Universität Berlin das festival contre le racisme statt. Die Studierenden durften nicht per Mail eingeladen werden. Der AStA FU ist enttäuscht von angeblich weltoffener und toleranter Hochschule.

Das Präsidium der Freien Universität Berlin sperrte sich letzte Woche gegen den Versand einer Email des Allgemeinen Studierendenausschusses der FU (AStA FU) an alle Studierenden. „Die Email sollte lediglich dazu dienen die Studierendenschaft der FU darüber zu informieren, dass ab heute das dreitägige Programm des festival contre le racisme startet. Seit einigen Jahren ist das Festival mit seinem Abschlusskonzert der Höhepunkt der vom AStA FU organisierten Veranstaltungen. Mit Hilfe von Workshops, Vorträgen und Filmen soll über unterschiedliche Diskriminierungsformen aufgeklärt und diskutiert werden. Die FU scheint das kostenlose Programm für nicht relevant genug zu halten.“ wundert sich Pauline Matzke, vom Kultur-Referat des AStA FU.

Das Festival umfasst dieses Jahr 14 Veranstaltungen, zwei Austellungen und ein großes Konzert. Das Programm findet auf dem Campus in Dahlem statt und steht dabei nicht nur Studierenden offen. Der AStA FU, verschiedene Hochschulgruppen und Einzelpersonen organisieren nun zum dritten Mal in Folge eine Berliner Variante des in Deutschland und Frankreich verbreiteten festival contre le racisme. Themen sind dieses Jahr unter anderem Auseinandersetzung zu illegalen Abschiebungen, den politischen Entwicklungen in der Türkei, zu Racial Profiling oder Argumentationstrainings gegen Rechts.

Der Referent für Hochschulpolitik des AStA FU Fabian Bennewitz enttäuscht: „Wenn eine angeblich weltoffene und tolerante Hochschule nicht einmal dazu in der Lage ist ihre Studierenden über ein dreitägiges Festival gegen Rassismus und Diskriminierung zu informieren, dann stellt sich die Frage wozu sie dieses Label überhaupt trägt. Der Antrag für den Versand einer Mail wurde nach allen formellen Kriterien frühzeitig abgeschickt. Trotzdem gab es nichtmal eine Begründung wieso wir die Studierenden zu dem 3-tägigen Programm ihrer eigenen Studierendenvertretung, nicht per Email einladen können. Wer sich für Weltoffenheit und Toleranz einsetzen will, muss dies aktiv tun. Ein erster Schritt wäre es die Mitglieder der eigenen Hochschule in ihrem Engagement zu unterstützen.“¹

Mehr Informationen unter: http://festival-contre-racisme.berlin/ und auf https://www.facebook.com/fclrberlin.

 

Allgemeiner Studierendenausschuss der Freien Universität Berlin (AStA FU)

 

¹ Gemeinsame Pressemitteilung von Charité – Universitätsmedizin Berlin, Einstein Stiftung Berlin, Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Universität Berlin und Universität der Künste Berlin: „Berliner Hochschulen für Weltoffenheit und Toleranz“, vom 14.09.2016: https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2016/fup_16_304-erklaerung-weltoffenheit/index.html

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