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Resolution zur Unterstützung des Streiks der Gebäudereiniger_innen

Damit es an unseren schönen Hochschulen auch immer so schön aussieht, putzen in den frühen Morgenstunden hunderte von Gebäudereiniger_innen für mageres Geld. Im Oktober streikten sie zwei Wochen lang und setzten Lohnerhöhungen von ca. 6% sowie den Einstieg in die betriebliche Altersvorsorge durch.

Das Land Berlin ist pleite, so schallt es uns schon lange in den Ohren, und nicht nur die Studierenden leiden unter dem Sparkurs der Universitäten und versuchen sich ihr Recht auf bessere Studienbedingungen zu erkämpfen. Auch die Gebäudereiniger_innen und Angestellten der Uni sind Opfer des radikalen Sparens. Denn die Universitäten machen es einfach wie der Staat und privatisieren weiter Teile des universitären Tagesgeschäftes. Die Universitätsleitungen scheren sich bei ihren Ausschreibungen dabei nicht darum, das Lohndumping der Branchen noch weiter anzuheizen und Firmen zu engagieren, die ihre Mitarbeiter_innen für einen Hungerlohn schuften lassen. Und wenn wir Hungerlohn sagen, dann meinen wir das auch so. Denn die gezahlten Löhne sind so gering, dass das Land Berlin, welches, wie wir ja wissen, pleite ist, oft noch mit Sozialleistungen draufzahlen muss, damit die Gebäudereiniger_innen überhaupt genug zum Leben haben.

Wir gratulieren den Reiniger_innen zum erfolgreichen Abschluss des Streiks und begrüßen die vielen Solidaritätsaktionen von Studierenden, die während des Streiks stattfanden. Wir hoffen, dass auf dieser Grundlage größere Solidarität möglich sein wird, z.B. auch durch die Teilnahme von Reiniger_innen am Bildungsstreik. Wir rufen Studierende auf, auch bei zukünftigen Arbeitskämpfen solidarisch zu sein.

Es ist uns wichtig, gemeinsam zu kämpfen für eine besseres Leben. Wir wollen ein gebührenfreies Studium, aber nicht durch Lohndumping finanziert. Darum fordern wir an den Universitäten die sofortige Einführung von sozialen Standards für externe Aufträge. Wir fordern die Auflösung von Verträgen, die diese Standards nicht erfüllen, um Druck auf die Unternehmen auszuüben ihren Angestellten weitaus höhere Löhne zu zahlen.

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Datum: 30. Oktober 2009, last update: Jan 27, 2010 4:31 pm