Seit einer Woche halten tausende Studierende das Audimax der Universität Wien besetzt. Gestern fand eine Demonstration mit über fünfzigtausend Teilnehmer_innen statt. Auch in anderen Städten Österreichs gab es Studierendenproteste. Die Studierenden fordern freien Hochschulzugang, keine Einführung von Studiengebühren, Geld für die Bildung, keine prekären Arbeitsverhältnisse an den Unis und die Demokratisierung der Hochschulen. Das sind die gleichen Forderungen, die Studierende in Deutschland im Rahmen des Bildungsstreiks erheben: im Juni gingen eine Viertel Million Schüler_innen und Studierende auf die Straße, und vom 17. November bis zum 10. Dezember werden weitere Aktionen stattfinden. Wir, Studierende der Freien Universität Berlin, sind heute versammelt, um den Bildungsstreik vorzubereiten und unsere Solidarität mit den streikenden Beschäftigten der Reinigungsfirmen und des Studentenwerks zu organisieren. Wir schicken solidarische Grüße an die Uni Wien und andere Unis in Österreich. Lasst uns gemeinsam eine große, internationale Studierendenbewegung aufbauen, damit alle Studierenden und Universitätsbeschäftigte, die von Kürzungen betroffen sind, sich gemeinsam zur Wehr setzen!
Grundlage dieser Resolution ist ein Beschluss der Vollversammlung der FU am 29. Oktober 2009.