Wissenschaftliche Tätigkeit und Forschung sollten sich nach unserem Verständnis dadurch auszeichnen, daß sie den Konflikt mit den Herrschaftseliten nicht scheuen; sie sollen die Bevölkerung nicht zum Objekt oder zur Verfügungsmasse ihrer Ziele machen, sondern den Interessen der Allgemeinheit und der sozial Benachteiligten Rechnung tragen. Wir kritisieren die derzeit stattfindende Demolierung der Wissenschaft zu einem Standort-Deutschland-Projekt. Von Hause aus ist Wissenschaft international; zu ihren Ergebnissen müssen auch die Länder Zugang haben, die aufgrund des Postkolonialismus in der Weltwirtschaft kaum über Ressourcen und Rohstoffe verfügen können. Leider bleibt uns in der Regel sehr wenig Zeit, um uns mit internationaler Wissenschaftspolitik zu beschäftigen. Der Senat bzw. die Parteien halten uns ständig mit ihren Versuchen auf Trab, die Hochschulen in stromlinienförmige Dienstleistungsbetriebe zu verwandeln. Ihre politischen Programme gießt die Obrigkeit in die scheinheilig 'sachliche' Form von Paragraphen. Die Analyse und Aufbereitung dieser Papiere (z.B. Berliner Hochschulstrukturplan, Hochschulrahmengesetz etc.) gehört ebenso zu unserer Alltagsarbeit, wie die Unterstützung und Auswertung studentischer Gremienarbeit oder die Beratung gegen die Zwangsberatung. Wir beteiligen uns an politischen Kampagnen gegen Bildungs- und Sozialabbau. Soweit uns noch Zeit bleibt, beschäftigen wir uns mit Wissenschaftskritik, d.h. mit dem politischen Gehalt, der Funktionalität und den Folgen von Wissenschaft.
| Telefon: | (030) 839091-10 |
| E-Mail: | Nachricht via E-Mail |
| Adresse: | Otto-von-Simson-Str. 23 14195 Berlin |
| Kurzbeschreibung: | bemüht sich u.a., gegen die im Zeichen des Standortes Deutschland stehende Bildungspolitik anzukämpfen. Dazu gehört, sich mit anderen ASten auszutauschen, Ideen zu diskutieren und gemeinsame Aktionen zu planen und Widerstand gegen den bildungspolitischen Rollback der Konservativen zu organisieren. |