Obwohl die dringendsten Probleme für BildungsausländerInnen an den restriktiven Regelungen im Bereich des Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisrechts liegen, ist auch die Universität selbst als Teil dieser Gesellschaft nicht frei von Rassismus.
Die rassistische "AusländerInnen"politik und -gesetzgebung der Bundesrepublik spiegelt sich in der bildungspolitischen Steuerung des Studiums von BildungsausländerInnen insbesondere aus Nicht-EU-Staaten wieder: Die verschärften Bedingungen für die Zulassung zum Studium, die undurchsichtige und teilweise unsachliche Anerkennungspraxis ausländischer Bildungsnachweise, die fragwürdige Studienvorbereitung durch die Studienkollegs und das unzureichende Angebot an Sprachkursen, sowie der Mangel an kompetenter Beratung durch die zuständigen Stellen der Uni, sind nur einige Beispiele hierfür.
Zudem sind MigrantInnen, Schwarze Deutsche und BildungsausländerInnen auch an der Uni von offen oder latent manifestierten rassistischen Einstellungen seitens der Lehrenden, KommilitonInnen und MitarbeiterInnen betroffen.
Die Nichtthematisierung rassistischer und eurozentristischer Grundlagen der Wissenschaften und das mangelnde Angebot an Lehrveranstaltungen in Bereichen wie Migrations- oder Rassismusforschung tragen zu einer mangelnden Sensibilisierung der StudentInnenschaft bezüglich des allgegenwärtigen gesellschaftlichen Rassismus bei.
Das "AusländerInnen"referat setzt sich unter anderem für Erleichterung und Transparenz der Zulassungsbedingungen für BildungsausländerInnen und für eine umfassende Reform der Studienvorbereitungs- und -eingangsphase ein. Wir fordern eine Ausweitung der Quoten für BildungsausländerInnen aus Nicht-EU-Staaten in zulassungsbeschränkten Studiengängen und die Bereitstellung von Stipendien für StudentInnen aus dem Trikont. Wir fordern konsequente Massnahmen gegen Lehrende und andere FU-Angehörige, die sich rassistisch verhalten und äußern.
| Telefon: | (030) 839091-17 |
| Adresse: | Otto-von-Simson-Str. 23 14195 Berlin |
| Kurzbeschreibung: | steht allen "ausländischen" Studierenden mit Rat und Tat zur Seite. Muss sich leider auch häufig mit rassistischen Vorfällen in der Uni und anderswo befassen. |