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Das Präsidium der FU wurde heute von mehreren hundert Studierenden besetzt. Im Anschluss an eine Vollversammlung mit 1500 Teilnehmer_innen drangen Studierende in das Präsidium ein, um aufzuzeigen, dass sie sich in ihrem Protest nicht vereinnahmen lassen. Das Präsidium reagierte mit Repression und ließ räumen.

Mehrere hundert Studierende besetzten heute mit Transparenten und Megaphon das Präsidium der Freien Universität und formulierten ihren Unmut über die Studienbedingungen. Unter beständigen Räumungsdrohungen des Präsidiums forderten sie in einem Besetzungsplenum die Abschaffung der Anwesenheitspflicht, freie Wahlmöglichkeiten für Studienmodule, Viertelparität in den akademischen Gremien, die Abschaffung der Erprobungsklausel, die Infragestellung von Dieter Lenzen als Präsident sowie die Straffreiheit der Besetzer_innen.

Das Präsidium zeigte sich verhandlungsunfähig, Gesprächsaufnahmen während der Besetzung wurden verweigert. Voraussetzung für ein Gespräch über die Forderungen sei das freiwillige Verlassen des Gebäudes, Änderungen an der bestehenden Studiensituation wurden jedoch nicht in Aussicht gestellt. Das Plenum der Besetzer_innen schlug das fadenscheinige Gesprächsangebot daher folgerichtig aus.

In einem brutalen Polizeieinsatz räumte die Berliner Polizei darauf den Vorplatz des Präsidiums, bei dem es zu Platzwunden, Schlägen und Würgegriffen gegen die friedlich agierenden Studierenden kam.

Die im Gebäude verbliebenen 200 Studierenden überforderten die Polizei. Trotz Räumungsanweisung einigten sie sich mit den Besetzer_innen auf Straffreiheit und ließen sie schließlich gehen. Dabei brach die Polizei die getroffenen Absprachen und nahm eine Person vorübergehend fest.

Der Besetzung vorangegangen war eine Vollversammlung mit 1500 Studierenden, in der eine Resolution zum Bildungsstreik mit Forderungen verabschiedet wurde.

„Noch einmal in aller Klarheit: wir protestieren nicht gemeinsam mit Dieter Lenzen. Das FU-Präsidium ist ein Teil des Problems, was die Besetzung wohl verdeutlichte. Dass das Präsidium nicht in der Lage ist, angemessen zu reagieren, sondern eine friedliche Besetzung mit Polizeigewalt beantwortet, bestätigt unsere Einschätzung: Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Anliegen der Studierenden widerspricht der Politik des Präsidiums.“, so Hochschulreferent Patrick Schukalla.

Bildbericht im AStA FU Blog

Allgemeiner Studierendenausschuss der FU

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Datum: 17. Juni 2009, last update: Jun 17, 2009 12:47 pm