Die Anwesenden forderten vor allem Freiheiten, die in den BA/MA-Studiengängen zunehmend verloren gehen: Freiheit bei Studienschwerpunkten und Fächerwahl, Freiheit zur Mitbestimmung der Uni-Politik, Freiräume auf dem Campus in Cafés und Initiativen-Büros, Freiheit von Kontrollinstrumenten wie der Software „Campus-Management“ und vieles mehr. „Es ist bitter, dass gerade an der sogenannten 'Freien Universität' ein so repressiver und durchregulierter Studienalltag herrscht. Der Freiheitsbegriff der Studierenden scheint sich grundlegend von dem des Präsidiums zu unterscheiden.“, so Jan Drunkenmölle, Teilnehmer der Vollversammlung.
Die Studierenden zeigten starken Unmut über die Veschlechterung ihrer Studiensituation und entschlossen sich mit überwältigender Mehrheit zur Teilnahme am Bildungstreik. Das bundesweite Bündnis von Studierenden, Schüler_Innen und anderen sozialen Gruppen will mit Demonstrationen, Blockaden und Besetzungen auf die Fehlentwicklungen im Bildungssystem aufmerksam machen.
„Das wird ein heißer Sommer“, sagte Anja Naujoks von der Vorbereitungsgruppe und zeigte sich hoch zufrieden mit dem Ergebnis der Vollversammlung: Zum Abschluss bildeten sich im Hörsaal Arbeitsgruppen zu Themen wie Inhalt und Ausgestaltung, ziviler Ungehorsam, Antirepressionsarbeit, Mobilisierung und Kommunikationsguerilla.
Aus Polizeikreisen sickerte durch, dass die Vollversammlung zu Überwachungszwecken mitgeschnitten wurde. „Die Berliner Polizei scheint maßlos überbesetzt. Wir brauchen eine gesellschaftliche Debatte über Mittelumschichtungen vom polizeilich-militärischen Apparat ins Bildungs- und Sozialwesen.“, so Frederike Bauer vom Fachbereich Rechtswissenschaften.
Das nächste offene Treffen der FU-weiten Streikkoordinierung trifft sich am 06.05. um 14 Uhr im Innenhof der Silberlaube.
Allgemeiner Studierendenausschuss der FU