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Zum Beginn des Sommersemesters 2008 tritt an der FU Berlin ein neuer Semesterticketvertrag in Kraft. Grundlage dafür lieferte eine Urabstimmung im Juli 2007. Nach langen Verhandlungen unterzeichneten zum Jahresende der AStA FU und der Verkehrsverbund Berlin (VBB) die neue Vereinbarung. Damit ist das Semesterticket an der FU bis ins Jahr 2012 gesichert.

Gleichzeitig jedoch müssen die Studierenden der FU deutliche Preiserhöhungen in Kauf nehmen. Der Vertrag legt fest, dass der Preis des Semestertickets gestaffelt um jeweils 2,9 bis 3,2% je Jahr ansteigt:

Dies ist im Vergleich zum Startpreis von 109 Euro/Semester aus dem Jahr 2002 eine gewaltige Preiserhöhung, die deutlich über der Inflationsrate liegt. Bezeichnenderweise wurde von den Vorständen der Verkehrsbetriebe erst der Preis des Semestertickets beschlossen, im Dezember 2006, und dann die Studierendenvertretungen zu Verhandlungen bzw. der Bekanntgabe der neuen Preise eingeladen. Mangelnder politischer Druck durch den Senat führte dazu, dass die Preiserhöhungen nicht verhindert werden konnten. Im Juli letzten Jahres billigten dann auch die FU-Studierenden die neue Preistabelle in einer Urabstimmung, die den neuen Vertrag ermöglichte.

Der AStA FU hat die Verhandlungen mit den Verkehrsbetrieben in enger Kooperation mit der Landeskoordination Semtix Berlin gestaltet, ein Interessens- und Vertretungszusammenschluß vieler Berliner Hochschulen. So konnte z. B. die ursprüngliche Forderung der Verkehrsbetriebe, Fahrräder auf bestimmten Strecken vom Semesterticket auszunehmen, verhindert werden.

Im Unterschied zum alten Semesterticketvertrag können nun verschiedene Ausnahmen und Befreiungen vom Semesterticket großzügiger gehandhabt werden:

Von der Nutzung des Tickets befreit werden können jetzt auch NebenhörerInnen und GasthörerInnen, Studierende, die sich wegen ihres Studiums für mind. 3 Monate (vorher 4) außerhalb Berlins aufhalten (Praktikum, Ausland etc.) sowie Studierende in nicht-konsekutiven Master-Studiengängen. Studierende mit Firmentickets haben nun die Wahl zwischen Firmenticket oder Semesterticket (vorher war das Semtix Pflicht). Diese Ausnahmen ermöglichen eine deutlich flexiblere Handhabung des Tickets.

Zuständig für die Befreiung vom Ticketkauf sowie für Zuschüsse aus dem Semesterticket-Sozialfonds ist das Semesterticketbüro des AStA FU in der Thielallee 36. Anträge auf Befreiung müssen bis zum 16. Februar eingegangen sein, Anträge auf Zuschuss bis zum 15. März. Die aktuellen Öffnungszeiten des Büros und weitere Informationen zum Semesterticket finden sich im Internet unter:

http://www.astafu.de/semtixbuero/ .

Weitere Forderungen der Landeskoordination Semtix und des AStA FU sind die Erweiterung des Semtix-Geltungsbereichs von Berlin ABC auf Berlin/Brandenburg (VBB-Gebiet) sowie die Einbindung des Brandenburg-Zusatztickets für Studierende mit Wohnsitz in Brandenburg in den Semesterticket-Vertrag. Der AStA FU wird sich in diesem Sinne weiterhin für die Interessen der Studierenden einsetzen.

Allgemeiner Studierendenausschuss der FU

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Datum: 08. Januar 2008, last update: Jan 9, 2008 3:59 pm