Für die Gewerkschaften, so die stellvertretende DGB-Bezirksvorsitzende von Berlin und Brandenburg, Doro Zinke, gebe es einen eklatanten Widerspruch zwischen der ökonomischen Bedeutung studentischer Erwerbsarbeit und der teilweise skandalösen Behandlung studentischer JobberInnen: „Viele ganz selbstverständliche Angebote wären doch ohne die jobbenden Studierenden gar nicht denkbar“. Aber genauso wenig denkbar sei es offensichtlich für viele Arbeitgeber, Studierenden Rechte als ArbeitnehmerInnen einzuräumen: „Als Gewerkschaften wollen wir natürlich das Bewusstsein für die eigenen Rechte stärken und die Situation studentischer JobberInnen verbessern“.
Viele erwerbstätige Studierende, so Ulrike Maske, Vorsitzende des AStAs der Freien Universität, wüssten zu wenig über ihre Rechte als ArbeitnehmerInnen: „Studentische Beschäftigte haben genau wie alle anderen ArbeitnehmerInnen beispielsweise ein Recht auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und natürlich gilt auch das Kündigungsschutzgesetz. Allerdings ist das aber den wenigsten bekannt“. Durch die Kooperation mit dem DGB wolle man ein kompetentes und kostenloses Angebot im studentischen Beratungssystem für die Studierenden schaffen, von denen immer mehr auf den Job neben dem Studium angewiesen seien: „Beide Seiten gehen eine Partnerschaft ein, die im Interesse studentischer Beschäftigter liegt“.
Die DGB-Jugend knüpft mit diesem Beratungsmodell für studentische JobberInnen an die guten Erfahrungen an, die bereits seit 2003 mit dem HU.BER.NET., dem Beratungsbüro an der Humboldt-Universität, existieren.
Das vorerst für fünf Stunden pro Woche geöffnete Büro befindet sich in den Räumen der AStA-Villa an der Freien Universität, Otto-von-Simson-Straße 23. Speziell qualifizierte BeraterInnen erwarten die Ratsuchenden ab dem 1.4.2006.
Die Sprechzeiten und das weitere Beratungsangebot des AStA FU sind zu ersehen unter: http://www.astafu.de/service/beratungen/
Allgemeiner Studierendenausschuss der FU